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Kabarett. Annamateur und ihre Gitarristen begeistern das Publikum.
 Annamateur
war in Riesa. In der Kulturwerkstatt. Auf der Wechselbühne. Am letzten
Donnerstag. Zum zweiten Mal. Mit ihrem neuen Programm „Edelschräges
Liedgut“. Annamateur besteht aus Anna-Maria Scholz und zwei
Gitarristen. Doch soweit sind wir noch nicht.
Denn erst einmal steht Organisator Christoph Walter auf der Bühne,
kündigt den ersten Abend des Hahaha-Club in Riesa an. Mit Annamateur
aus Dresden. Zur Einstimmung wird das neue Hahaha-Lied gesungen.
Gemeinsam mit dem Publikum. Viele Leute waren da. Sehr viele. Es gab
keine freien Sitzplätze mehr. Aber das neue Hahaha-Lied. – Die Stimmung
war von Anfang an gut. Gab viel zu lachen. Nicht nur bei Christoph.
Auch bei Annamateur. Das sind Anna-Maria Scholz und ihre zwei
Gitarristen. Jetzt geht es weiter...
Anna-Maria betritt die Bühne. Mit buntem Rock. Bulimie ist ein
Fremdwort für sie. Dann kommen ihre Gitarristen. Die beiden setzen
sich. Nehmen ihre Gitarren. Sie geht ans Mikrofon, macht ihre Ansage.
Für das erste Lied. Das Publikum ist begeistert. Dann das erste Lied.
Das Publikum ist aus dem Häuschen. Dann die nächste Ansage. Das nächste
Lied. So geht es weiter. Sie inszeniert und improvisiert.
Abwechslungsreich und außergewöhnlich. Den ganzen Abend. Zwischendrin
eine Pause. Zeit zum Luft holen. Durchatmen. Gut für das Publikum.
Annamateur verlangt sehr viel vom Publikum. Das ist auch gut so.
Bissige Kommentare. Provozierende Texte. Ohne Weichspüler.
Hardcore-Nerven-Nahrung. Und alles wunderbar verpackt. Irgendwo
zwischen Trauer und Frohsinn. Frech und respektlos. Überspitzt und
leidenschaftlich. Erotisch, frivol und versaut. Hingebungsvoll hassend
und liebend. Grandios ihr gewaltiger Stimmumfang. Von leise schmachtend
bis zum ohrenvibrierenden Crescendo.
Unbedingt zu erwähnen sind auch die beiden Gitarristen. Reentko Dirks
und Daniel Wirtz. Können Gitarre spielen. Sogar sehr gut. „Und sehen
blendend aus“, sagt sie. Das wars dann. Noch zwei Zugaben. Tosender
Applaus. Begeistertes Publikum. Dann erscheint wieder Christoph auf der
Bühne, will dem Publikum noch einen schönen Abend wünschen. Darf er
aber nicht. Das Publikum will Annamateur. Mehr Annamateur! Also noch
ein Lied. Eine Persiflage auf Reinhard Mey. Gesungen von einem
Gitarristen. Sehr gut sogar.
Dann doch wieder Christoph. Er wünscht dem Publikum einen schönen
Abend. Cds können gekauft werden. Bis zum nächsten Mal. Im Hahaha-Club.
Auf der Wechselbühne. In Riesa. Natürlich mit Hahaha-Lied. Bis dahin!
Bild: Sebastian Schultz - www.photo-kultur.de
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