Kulturwerkstatt ART Klötzerstraße 29 | 01587 Riesa | Telefon 03525-730328 | art@kulturschleuder.de
Home arrow Artikel arrow Einrad – akustischer Hörgenuss im ART
Einrad – akustischer Hörgenuss im ART
Geschrieben von Evan Guilth   

Riesa, ein Abend im Wonnemonat Mai. Der Verfasser dieser Zeilen befindet sich im kleinen Konzertraum des "art", der örtlichen "Kulturwerkstatt". Ihm wurde eine Band ans Herz gelegt, deren Mitglieder er zwar schon - flüchtig - kannte, jedoch noch nicht deren Musik. Und so traf es sich gut, dass eben jene Band - Einrad - zu einem Akustik-Konzert zur Feier ihres einjährigen Bestehens geladen hatte.

Und... hm... ja, wirklich - das, was Einrad, deren Mitglieder sich Klemens, Joly, Jann, Konstantin, Florian und - einmalig für diesen Auftritt - Simon nennen, etwa eine Stunde lang auf der Bühne präsentieren, kann sich durchaus hören lassen. Die Band spielt - abgesehen von ein paar Cover-Songs - durchweg deutschsprachige Kompositionen, denen man die Inspiration durch deutsche Gruppen wie Keimzeit deutlich anmerkt. Riesa ist klein, Talente in dieser selbsternannten "Sportstadt" eher schwer zu finden und der Applaus zum Schluss somit wohlverdient. Statt mich länger an meinem Bier festzuhalten, raffe ich mich auf und ziehe die Band für ein kurzes Interview beiseite. Einrads Sänger Klemens plaudert mit mir über deutsche Texte, Zukunftspläne, Einflüsse und die Probleme regionaler Bands. Aber lest einfach selbst... 

 

Seit wann gibt’s euch denn?

Klemens: Etwa seit Ende Mai 2004. Also seit etwa einem Jahr.

Und auch in der Besetzung?

Ja. Der Perkussion-Spieler [Simon, d. Red.] war nur für den Aufritt dabei. Aber wir suchen einen neuen Gitarristen, zumindest für ein Jahr, weil unser Gitarrist jetzt nach Kuba geht. Das sollten alle Gitarristen als Aufforderung verstehen.

Habt ihr ganz klassisch als Cover-Band angefangen?

Nee, wir haben immer eigene Sachen gemacht. Heute haben wir das erste Mal Cover-Songs gespielt. Aber eigentlich machen wir nur eigene Sachen - eigene deutsche Sachen.

Und wieso eigentlich deutsch? Das ist ja, wenn ich das jetzt mal so sagen darf, relativ ungewöhnlich für eine 'junge' Band.

Naja, das ist halt die Sprache, die man spricht und in der man sich ausdrückt. Ich könnt' jetzt nicht in Englisch... das müsste ich doch erst alles im Kopf übersetzen. Es ist wohl am authentischsten, wenn man in der eigenen Sprache singt - also die Sprache, die man spricht und in der man denkt.

Also läuft das bei euch ganz unbewusst ab?

Hm, naja - die ersten Lieder hatten deutsche Texte und wir haben dann halt weiter deutsche Texte gemacht. Das kam dann einfach so.

Und wie oft probt ihr?

Momentan nur einmal die Woche - höchstens, weil ich in Dresden bin und die anderen auch alle verschiedene Sachen machen. Somit schaffen wir's nicht öfter als einmal die Woche. Was ein bisschen schade ist, da wir öfter proben müssten.

Stimmt, einmal ist vielleicht ein bisschen wenig. Gibt es da in nächster Zeit überhaupt irgendwelche Pläne?

Ähm... wir sind im Moment in einem Projekt drin, das nennt sich 'Ropodaja', aus Berlin. Die unterstützen junge Bands und verschaffen ihnen Auftritte.

Wir werden dort im Sommer ins Studio gehen und etwa vier, fünf Lieder in Tonstudio-Qualität aufnehmen, um was zum Verschicken zu haben, und wir sind am 6. August in Wermsdorf Vorband von Keimzeit. Und...

(Jann unterbricht Klemens' Redeschwall)

Jann: Und was richtig zu stellen: Das heißt 'Ropojada'. - Rock, Pop, Jazz und Dance.

Okay. Aber ihr habt momentan auch schon eine eigene CD draußen?

Naja, die haben wir mal bei uns im Bandraum mit einem Laptop aufgenommen. Elf Lieder, an einem Tag. Dementsprechend klingt's auch, aber wir wollten das einfach mal machen, haben uns elf Lieder geschnappt und die draufgeknallt, einfach mal so zum Verschenken und Verkaufen.

Also um euch bei Konzerten quasi zu repräsentieren?

Ja, na klar. Und um unsere Musik... ein bisschen zu verbreiten, denn mit Auftritten sieht's ja in Riesa nicht so gut aus. Deswegen ist das vielleicht ein zweiter Weg, Leute ranzukriegen, die in bisschen gute Musik hören wollen.

Was sind eigentlich eure Haupteinflüsse?

Ist sehr unterschiedlich, da jeder von uns andere Musik hört. Ich höre Keimzeit, Pearl Jam und solche Sachen.

Konstantin: Red Hot Chili Peppers.

Jann: Vieles, vieles, zu viel… ein bisschen Guano Apes vielleicht.

Joly: Folkrock, In Extremo.

Und die Band, wollt ihr das irgendwann mal professionell machen?

Naja, so 'semi-professionell'. Mal gucken, wie wir nach Berlin weiterkommen. Jeder macht ja jetzt seinen Zivi, sein Abi oder Studium... Wir sind, glaub' ich, alle realistisch genug, um zu wissen, dass das professionell nichts wird, aber ein bisschen Geld und mal weiter aus Riesa rauskommen...

Also soll das weiterhin euer Hobby bleiben?

Hm... schon mit ein bisschen Ernsthaftigkeit dahinter. Aber wir wollen nicht unbedingt davon leben oder das groß weiter rausbringen, denn das ist in der heutigen Zeit, in der heutigen Musikszene nicht wirklich möglich.

Evan Guilth

 

Quelle:

Driftwood Ausgabe 5
Kontakt: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können
Internet: www.fanzine-index.de

Einrad im Internet:

www.einrad-band.de


 

 

 

 
< zurück   weiter >

Home
Artikel
Veranstaltungen
CaféART
Theatergruppen
Werkstätten
Noch keine 18
Filmbeiträge
Bilder
Login
Bookinganfragen
Vielfalt & Toleranz
Advertisement
 
Neue Artikel
Veranstaltungen
"Riesa lacht" mit Zärtlichkeiten mit Freunden im Kulturzentrum Stern
Februar 11, 2012 (20:00)
Vergangene Veranstaltungen
"Kann denn Jubeln Sünde sein?"
Februar 3, 2012 (19:00)

hahahaklub:) Hans Krüger - HOLZFEUERWERK
Januar 12, 2012 (20:00)
Newsletter






- - - - - - -
Impressum
www.kunstbude-jona.de
myspace.com
Gästeliste
Kontakt
Template cmslounge | Kulturwerkstatt ART & Kulturschleuder e.V. Riesa | Sonntag, 05 Februar 2012