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Im ART wird’s dunkel - Schwarzlichprojekt
Geschrieben von Jonas Förster   
Die dunkle Jahreszeit ist angebrochen. Es ist grau und düster draußen. Und es ist länger dunkel als hell. Doch auch aus dem Dunklen kann man viel herausholen. Auch im Dunklen kann man Spaß haben und sich darstellerisch verwirklichen.

Diese Erfahrung konnte die 8. Klasse des Städtischen Gymnasiums Riesa, Haus „Max Planck“, vergangene Woche in der Kulturwerkstatt ART machen. Dort hatten sie für ihr künstlerisches Profil die Aufgabe, in einer Woche mit Mitarbeitern der Kulturwerkstatt ein Theaterstück im Schwarzlicht einzustudieren und am Ende vor Mitschülern und Eltern ihre Arbeit in Form eines Auftritts zu präsentieren. In gerademal 5 Tagen, einschließlich Einführung in das Medium Schwarzlicht und der Aufführung, schafften es die 14 Schülerinnen und Schüler, ein beeindruckendes Theaterstück auf die Beine zu stellen, das einen großzügigen Applaus zu Folge hatte.

Die Aufgabe bestand darin, „Das Gespenst von Canterville“ nach dem Buch von Oscar Wilde ohne Dialoge als Theater im Schwarzlicht einzustudieren. Mit etwas anfänglicher Skepsis gingen die Schüler ohne irgendwelche Vorkenntnisse im Bereich Theater oder Schwarzlicht am Montag ans Werk. Bereits am Dienstag merkte man jedoch zunehmende Begeisterung für das Thema und erste Szenen entstanden. Die Schülerinnen und Schüler schafften es rasch, sich in die neuartigen Bedingungen des Schwarzlichttheaters einzufinden und selbst auszuprobieren. Auch nutzten sie die Freiheit des Schwarzlichts und ließen Dinge schweben oder verschwinden. Die so entstandenen Szenen handelten von einer Familie, die in ein Schloss zieht, in dem ein Gespenst vergeblich versucht, sie zu erschrecken, es jedoch nicht schafft und sich dadurch einschüchtern lässt. Ein Gespenst, das zum Teil nur aus einer schwebenden Maske mit einem Umhang bestand. Die Familie, die nur mit Klamotten und Perücken dargestellt wurde, ließ viel Platz für Interpretation, denn weder Gesicht noch Stimme waren dem Zuschauer bekannt. So entstand eine mystisch-geheimnisvolle Atmosphäre, welche die Zuschauer in Bann hielt und die Düsternis des sowieso schon dunklen Raumes noch unterstrich.

Ein großes Lob muss an dieser Stelle an die Schüler ausgesprochen werden, die in fünf Tagen aus sich heraus gingen und eine durchaus beeindruckende Leistung vollbrachten. Vor allem wenn man betrachtet, dass sie absolute Neulinge auf dem Gebiet Theater waren, gebührt ihnen ein ganz spezielles Lob. Aber auch mir hat es gezeigt, dass es immer wieder eine Freude ist, Menschen mit kreativer und künstlerischer Arbeit zu begeistern.

Da die Kulturwerkstatt dieses Angebot bereits seit fünf Jahren für Schulen anbietet, hoffen wir auch für das nächste Jahr, Schüler dieser Altersgruppe dafür zu begeistern, mal selber auf der Bühne zu stehen und vor allem das Medium Schwarzlicht kennenzulernen, da es so viel Freiheit für Kreative Gedanken und Umsetzung gibt.

 
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