|
DIA-Vortrag von Rainer Grajek über Mosambik auf der Wechselbühne |
Der Riesaer Autor Rainer Grajek lebte und arbeitete viele Jahre lang im
südlichen Afrika. Sobald es die vom Bürgerkrieg gekennzeichnete
Situation zuließ, begleiteten ihn seine Frau Ute sowie der als Baby
nach Afrika gekommene Sohn Andreas bei seinen "Abenteuern" durch diese
faszinierende und exotische Welt, die hierzulande abseits der wenigen
touristisch erschlossenen Gegenden so gut wie unbekannt ist.
In einem Dia-Vortrag berichtete Rainer Grajek über seine Zeit als
Entwicklungshelfer beim Aufbau eines Schulwesens in Mosambik sowie über
Land, Leute und Kultur. Die Bilder gaben Auskunft über das Leben der
Menschen und ihre vielfältige Kultur. Ein Schwerpunkt war der Alltag
der Kinder und Frauen, der mit europäischen Maßstäben kaum vergleichbar
ist.
Ebenso wurden die exotische Tier- und Pflanzenwelt sowie
eindrucksvolle Landschaftsbilder dargestellt. Ein interessanter Aspekt
des Vortrages war auch die Arbeit Rainer Grajeks im mosambikanischen
Bildungsministerium sein.
Mit faszinierenden Bildern und Zeitdokumenten wurde die Situation in
diesem fast vergessenen Land beleuchtet und auf die gravierenden
Veränderungen und Wandlungen als Ergebnis der fortschreitenden
Globalisierung im südlichen Afrika Bezug genommen. Mit seinen Aussagen
untermauerte Rainer Grajek die Notwendigkeit der Erfüllung der
Milleniumsziele der UNO, nach welchen unter anderem die Armut in der
Dritten Welt bis 2015 halbiert werden soll. Am Beispiel Mosambiks wird
eine solche Forderung nachvollziehbar.
Rainer Grajek studierte Geschichte und Kunst. Er arbeitete zunächst als
Lehrer und Fachberater und wechselte dann auf das Gebiet der
Lehrerfortbildung über. Seiner Feder entstammen zahlreiche
wissenschaftliche und methodische Darstellungen in der Fachpresse,
historische Abhandlungen in Zeitungen sowie das Buch "Berichte aus dem
Morgengrauen. Als Entwicklungshelfer der DDR in Mosambik". Zwischen
1981 und 1986 war er als Berater im Maputoer Erziehungsministerium
tätig, half bei der Erarbeitung des mosambikanischen Bildungssystems
und der Qualifizierung von Lehrerbildnern für diesen Bereich mit. 1989
und 1990 übernahm er ein Lehramt zur Ausbildung von Geschichtslehrern
an der Hochschule für Erziehungswissenschaften in Lubango (Angola).
|