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Das Riesaer Kasperett „Zärtlichkeiten mit Freunden“ begeistert auf der völlig ausverkauften Wechselbühne im Art.
Als
Kinder saßen sie im Sandkasten und nahmen sich gegenseitig die Schippe
weg. Jetzt stehen sie auf der Bühne und nehmen sich gegenseitig auf die
Schippe. Und das Publikum gleich mit. Auf eine Reise in die Welt
jenseits des guten Geschmacks. Den sollte man übrigens als Gast bei
diesem „Musik-Kasperett“ gleich mit beim Einlass abgeben. Denn wenn
„Zärtlichkeiten mit Freunden“ auf der Bühne loslegen, bleibt kein Auge
trocken. Getreu dem Motto: Zwerch sucht Fell. Und genau so war es auch
am vergangenen Freitag auf der Wechselbühne im ART.
Wer da als
Zuschauer die Eintrittskarten vorbestellt hatte, erwischte sogar noch
einen Sitzplatz. Denn etliche Gäste mussten leider wieder nach Hause
geschickt werden. Das ART hätte gut und gerne doppelt so groß sein
können.
Irgendwann erschienen dann die beiden Spaß-Musiker Stefan Schramm alias
Ines Fleiwa und Christoph Walther, mit bürgerlichen Namen Cordula
Zwischenfisch, auf der Bühne. Sie spielten ein Lied, fertig und das
wars. Das Publikum war auf der Stelle begeistert und so gab es dann
noch knapp zwei Stunden lang Zugaben. Megahits der Sechziger, Rockmusik
der Siebziger und Schnulzen aus den Achtzigern. Sozusagen Generationen
übergreifend. Fehlte eigentlich nur noch ein Schlager der grandiosen
Comedien Harmonists für die Großeltern.
Zwischendurch stritten sich der
Ines und die Cordula über das nächste Lied oder weil „der“ Ines mal
wieder mit ihrer Gitarre den Einsatz verpasste. „Aber das merkt das
Publikum eh nicht“, sagt Christoph, und alles grölt.
Und damit es auch nicht auffällt, dass die zwei beiden Musiker mehr als
drei Lieder spielen können, philosophieren sie zwischendurch über
Fußreflexzonen, Kniescheiben und andere existenzielle Fragen. Aber zum
Glück ist auch so ein Abend irgendwann zu Ende. Denn den
Lachmuskelkater spürt man noch drei Tage hinterher.
Und wer die beiden Spaß-Musiker im Internet sehen möchte, kann auf www.zaertlichkeitenmitfreunden.de vorbei schauen.
(Bild: Sebastian Schultz - www.photo-kultur.de)
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