Kulturwerkstatt ART Klötzerstraße 29 | 01587 Riesa | Telefon 03525-730328 | art@kulturschleuder.de
Home arrow Artikel arrow Lampenfieber erfolgreich gemeistert: "Die EntARTeten" zeigten ihr neues Stück
Lampenfieber erfolgreich gemeistert: "Die EntARTeten" zeigten ihr neues Stück
Geschrieben von Anne Talhofer   

Am 21./22. April 2006 feierte die Riesaer Theatergruppe  Die EntARTeten die Premiere ihrer neusten Inszenierung.  Der Spielverderber oder das Erbe der Narren" heißt das Stück, welches frei nach Michael Ende  auf der randvollen Wechselbühne aufgeführt wurde.

An den zwei Tagen war der Veranstaltungsort, die Wechselbühne der Kulturwerkstatt ART, randvoll.  Ein, zwei Stühle waren zwar noch frei, aber wir waren schon gut besucht , meint die Spielleiterin und Leiterin der Kulturwerkstatt Andrea Böhme.

"Der Spielverderber oder das Erbe der Narren" hieß die diesjährige Inszenierung, die ursprünglich der Feder von Michael Ende entstammt, aber von den jungen Schauspielern noch gekürzt und überarbeitet wurde. In dem Stück geht es um 10 ganz normale Menschen, oder besser Typen von Menschen, die durch das Testament eines ihnen Unbekannten zu Erben eines scheinbar riesigen Vermögens werden. Um aber das Testament zu lesen, müssen alle zusammen arbeiten, denn jeder besitzt einen Teil und diese müssen nur zusammengelegt werden. Durch Lügen, Unterstellungen, Trotz, Misstrauen und Missgunst werden die Anteile nie zusammengefügt.

Was die Situation noch schlimmer werden lässt, ist das Haus, in dem die Erben sich befinden. Es reagiert wie ein lebendiger Spiegel auf die Unmenschlichkeit der in ihm eingeschlossenen Erben. Diese steigern sich in einen Rausch des Untergangs hinein, der  ein Happyend infam machen würde (Zitat aus dem Stück).

Die Inszenierung kam bei den Gästen gut an, es gab viel Applaus.  Vor allem durch die Ton- und Lichttechnik wurde die Atmosphäre des Stückes sehr realistisch rübergebracht, sagte Mario Rottdorf. Schmunzelnd fügte er hinzu:  Natürlich war auch die schauspielerische Leistung mit entscheidend, aber da ich schon einige Leute kannte, habe ich von denen auch keine andere Leistung erwartet. Von anderen war ich aber auch überrascht. Überrascht waren auch die Schauspieler selbst:  Ich hatte nicht damit gerechnet, dass die Premiere so gut wird, da wir eine Woche vorher das Stück noch nicht mal zusammenhängend gespielt haben und viele ihren Text noch nicht konnten, sagte Felix Ritter, der auf der Bühne den Egon S. Geryon, einen von sich überzeugten Versicherungsvertreter spielte.  Eigentlich ist das ein Typ Mensch gegen den ich schon eine Abneigung habe und so eine Rolle darzustellen ist auf eine Art anstrengend aber andererseits auch wieder interessant. Ich hab mich einfach überspitzt in den Personentyp hineingedacht, aber zur stärkeren Auseinandersetzung fehlte einfach die Zeit , meint Felix.

Zeit, an ihren Personen weiter zu arbeiten, hat die Gruppe noch bis Ende Juli, wenn sie auf Tournee geht. Aber auch in der Zwischenzeit wird es mindestens noch einen Auftritt geben - eine Chance für alle, die es verpasst haben, das Stück zu sehen. Und das Publikum meinte eindeutig:  Geh hin und schau es dir an, denn du wirst unterhalten und belustigt, es wird trotz der zweieinhalb Stunden nicht langweilig und es ist besser als Abends vorm Fernseher zu sitzen , wie Alan Doan Minh sich ausdrückte.

Die Aussage des Stückes sei eigentlich deprimierend, meint Andrea Böhme, die neben der Leitungsfunktion erstmals auch eine Rolle übernommen hat.  Wir sitzen alle im selben Boot und weil wir nicht fähig sind, miteinander umzugehen, gehen wir unter. Aber es liegt ja an uns, was passiert, wie es auch einzelne Personen in dem Stück festgestellt haben.

Kameramann Massai, der als Reggae-Musiker auch oft auf der Bühne steht, meinte:  Der Typ, der das Stück geschrieben hat, wollte ja auch, dass eine Lehre dabei rauskommt und die ist bei mir auch angekommen, auch wenn ich das schon vorher wusste: Teile und sei kompromissbereit, denn das Zusammenleben der Menschen soll und kann harmonisch sein."


Weitere Aufführungen:

24. Juli 2006: KAOS, Leipzig
26. Juli 2006: Roter Baum, Dresden
27. Juli 2006: Studentenclub Erdalchimisten, Freiberg 

 
< zurück   weiter >

Home
Artikel
Veranstaltungen
CaféART
Theatergruppen
Werkstätten
Noch keine 18
Filmbeiträge
Bilder
Login
Bookinganfragen
Vielfalt & Toleranz
Advertisement
 
Neue Artikel
Veranstaltungen
"Riesa lacht" mit Zärtlichkeiten mit Freunden im Kulturzentrum Stern
Februar 11, 2012 (20:00)
Vergangene Veranstaltungen
"Kann denn Jubeln Sünde sein?"
Februar 3, 2012 (19:00)

hahahaklub:) Hans Krüger - HOLZFEUERWERK
Januar 12, 2012 (20:00)
Newsletter






- - - - - - -
Impressum
www.kunstbude-jona.de
myspace.com
Gästeliste
Kontakt
Template cmslounge | Kulturwerkstatt ART & Kulturschleuder e.V. Riesa | Sonntag, 05 Februar 2012