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Janosch grüßt nach Sommerpause |
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Geschrieben von Sandra Koch
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Mit einem Eine-Frau-Stück des Schriftstellers Janosch hat das ART die Sommerpause beendet.
Die
Wechselbühne der Kulturwerkstatt ART mischt wieder im aktuellen
Geschehen der Kleinkunst mit. Am vergangenen Freitag erlebte das
Riesaer Publikum den offiziellen Auftakt nach der Sommerpause mit dem
Theaterstück „Cholonek oder Der liebe Gott aus Lehm“ nach dem
gleichnamigen Roman von Janosch.
Anlass war der 75. Geburtstag des
Autors.
Das gastierende „Resonanz-Theater“ war vertreten durch Regisseur Jürgen
Wönne und Hauptdarstellerin Silvia Bervingas. Die Künstlerin agierte
solo auf der Bühne und faszinierte die Zuschauer als Frau Schwientek
mit Mimik und Gestik. Der spitze Sarkasmus gegenüber dem menschlichen
Verhalten und den in den 30er Jahren herrschenden Verhältnissen löste
bittere Lacher aus und hinterließ nachdenkliche Gesichter. Die
Konfrontation mit der rauen Welt ist nicht von weit her geholt, sondern
aktuell. Den dort gezeigten schroffen Umgang miteinander trifft man
heute noch an.
Dieser autobiographisch geprägte Roman gilt als der bekannteste
Janoschs, obwohl viele ihn nur als Kinderbuchautor oder Schöpfer der
Tigerente kennen und noch nie etwas von seinen zahlreichen Erzählungen
und Romanen gehört haben.
Ein sehr sehenswertes Stück, was nur der Anfang für weitere geniale
Aufführungen auf der Wechselbühne sein soll. Denn schon am 22.
September findet sich das „Ensemble Weltkritik“ in der Kleinkunstarena
des Arts ein und wird allen Interessierten ein Kabarett vom Feinsten
bieten.
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