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In Verbindung mit der End-Of-Summer Party wurde
am 01.09.2006 im Jugendhaus
Riesa der zweite Anlauf eines Projektes durchgeführt, welches
ursprünglich als Theaterprojekt geplant und durchgeführt worden war.
Direkt am Eingang des Offenen Jugendhauses wurden kleine Plastiktütchen
mit
einem weißen Pulver gefüllt und, zusammen mit einem A5 Flyer, an jeden
aufnahmebereiten neuen Gast verteilt. Während des Pulver-Abfüllens
wurden die
potentiellen (Erst-)Konsumenten auf den schlechten Zustand des
weltweiten
Fairen Handels aufgeklärt sowie, dass diese Verteilung von "Kokain" ein
Pilotprojekt für Fairen Handel mit Betäubungsmitteln sei. Begründet
wurde dieses Vorgehen, also der Handel, mit illegalisierten
Gütern damit, dass sämtliche andere Handelsgüter bereits von der
Großindustrie
beherrscht werden und Drogen etc. somit die einzige Marktlücke darstellen.
Die ganze Vorstellung wurde sehr unterschiedlich
aufgenommen und kommentiert, von Lachsalven bis zu Diskussionswünschen,
die dann auch erfüllt wurden, da
anschließend ein Treffen im eigens eingerichteten Inforaum
stattfinden sollte.
Leider fanden sich letztendlich außer mir nur sechs weitere Personen
ein, die
dann aber untereinander und miteinander die Zustände des Welthandels
kritisierten und nach Lösungsansätzen suchten.
Geboren wurde die Idee des gefakten Eine-Welt-Standes Anfang des
Sommers 2006, als die Mittwochstheatergruppe der Kulturwerkstatt
ART Besuch vom
Theaterpädagogen, Regisseur und Liedermacher Jörg Isermeier bekam, der
uns eine
kleine Einführung ins Straßentheater geben und uns danach zum Entwurf
eines
eigenen Projekts animieren wollte.
Schlussendlich entwickelten sich daraus
mehrere kleine StraThea-Sessions sowie eine mit mehr Aufwand betriebene: der
Eine-Welt-Drogen-Stand. Da die Reaktionen darauf sehr facettenreich und
teilweise auch recht amüsant waren, nahm man sich vor, es vielleicht
noch einmal zu starten.
Der Stand hat mit der End-Of-Summer auch noch nicht
sein Ende gefunden, sondern soll in diesem und im nächsten Jahr sowohl
in Dresden, evtl. unter mithilfe des
Projekttheaters, als auch anderweitig erneut aufgebaut werden.
Irgendwie muss man schließlich versuchen, etwas zu ändern...
NACHDENKEN.DE.TC
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